

B-WURF
Dunja Dolce & Figaro Max

Hurra, sie sind da!
Nachdem wir mit unserem Welpen aus dem A-Wurf - im Speziellen auch aus gesundheitlicher Sicht - durchwegs positive Erfahrungen machen durften, haben wir uns nach einer 14-monatigen Pause dazu entschlossen, für den B-Wurf nochmals auf denselben Deckrüden Max zurückzugreifen.
Sah man im Ultraschall im November noch drei Welpen, konnte man die Woche vor Geburt fünf Wirbelsäulen und Köpfe zählen.
Dunja Dolce aka "Hope" schenkte uns am 26.12.24 nach genau 60 Tagen Tragezeit fünf stramme Welpen. Drei Mädchen und zwei Buben, alle in der Farbe Brindle (Schwarz gestromt), diese jedoch in ganz unterschiedlicher Intensität und Ausprägung und alle mit einem weissen Fleck vorne auf der Brust. Mal mit einem Fell, das eher nach der Mama kommt, mal mit einem etwas wuschigeren Fell, das vom Vater vererbt wurde.
Die frischgebackene Mama kümmert sich die ersten knapp drei sehr aufopfernd und weitgehend selbständig um ihren Nachwuchs. Man merkt ihr ihre Erfahrung aus dem ersten Wurf an, was auch uns bei unserer 24/7 Überwachung immerhin etwas entlastet. Aber selber kommt sie zu wenig Schlaf.
Wenn es anders kommt als geplant
Bei Betrachtung unserer Website mag der Eindruck entstehen, dass bei der Hundezucht immer mehr oder weniger die Sonne scheint. Leider ist dem nicht so, wie nun auch wir leidvoll erfahren mussten. Es gibt zwar viele sonnige, aber manchmal auch trübere bis stark gewittrige Tage.
Als Züchter ist einem bewusst, dass Hunde zu einer Spezies gehören, welche eine überdurchschnittlich hohe Sterberate in den ersten Wochen nach der Geburt aufweist. Man spricht im Schnitt von einem Welpen pro Wurf, der stirbt. In der Literatur finden sich Sterblichkeitsraten von 20% aller lebend geborenen Welpen über alle Rassen verteilt, davon 48% alleine in der ersten Woche (1). Schliesst man die Totgeburten mit ein - was insbesondere eher grössere Rassen mit grösseren Würfen betrifft - sind es sogar um die 29% (2). Allerdings besteht zwischen dem Bewusstsein darüber und der persönlichen Erfahrung in der eigenen Zucht, ein grosser, emotionaler Unterschied.
Wir sind diesbezüglich mit unserem B-Wurf hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen, als wir gegen Ende der zweiten Woche am selben Tag zwei Mädchen gehen lassen mussten. Beim ersten hat er Tierarzt zu Beginn vergrösserte Schilddrüsen am Hals festgestellt, was auf einen Infekt unbekannter Ursache hindeutet, Infekte sind häufige Komplikationen eines noch nicht vollständig ausgebildeten Immunsystems neugeborener Welpen. Das zweite Mädchen machte vermutlich eine Verschluck-Pneumonie, bei welcher es offenbar mal etwas Muttermilch aspiriert hat. Oder es hat bei der Geburt Fruchtwasser aspiriert, das wissen wir nicht genau. Sie haben es trotz starker Unterstützung durch unseren Tierarzt, mehreren Traubenzuckerdepots, Antibiotikatherapien und viel Zuwendung bei der Fütterung unsererseits leider nicht geschafft. Es war für uns extrem bitter, den Kampf um das Leben der beiden kleinen Fellnasen am Ende verloren zu haben. Wir haben die beiden Mädchen gemeinsam bei uns im Garten unter dem Fliederbaum beigesetzt.
Warum wir das hier überhaupt erwähnen? Weil es für uns Teil einer seriösen und transparenten Zucht ist, und es uns auch ethisch korrekt erscheint. Weil sie fester Bestandteil dieser Geschichte waren und es verdient haben erwähnt zu werden. Wir löschen deswegen keines der Bilder in der Galerie unten.
Es tut uns sehr weh, es ist schwierig, damit umzugehen. Aber wir müssen es nun mal akzeptieren wie es ist. Es ist und bleibt ein mögliches Risiko bei der Hundezucht, egal welcher Rasse. Viele Züchter können von solchen oder ähnlich leidvollen Erfahrungen berichten (die meisten werden es auf ihren Websites wohl aber kaum tun. Man stellt sich unweigerlich viele Fragen, was man anders hätte machen können, gab es irgendwo einen Fehler, hat man etwas übersehen, reagierte man zu spät? Hätte uns ein Engel ins Ohr geflüstert, dass die beiden leben dürften, wenn wir sie am Ende kostenlos abgeben, wir hätten es sofort getan.
Für uns, für welche die Bully-Zucht primär eine Herzensangelegenheit ist, war und bleibt das eine schwierige Prüfung, bei welcher man sich auch ganz grundsätzliche Fragen zur Wahl des richtigen Hobbys zu stellen beginnt. Nicht zu vergessen auch die potentiellen Käufer, die sich schon auf den Familienzuwachs gefreut haben, und die man dann schweren Herzens enttäuschen muss.
Trotzdem muss man in diesen schwierigen Momenten vorwärts schauen, denn die anderen Welpen brauchen einen weiterhin, und werden uns trotz allem wieder Freude beim Grosswerden und Erkunden der für sie ganz neuen Welt bereiten.
Wieder nach vorne schauen
Die Bäuchlein der drei "Musketiere" werden täglich etwas runder, die Nägelchen wurden bereits zum zweiten Mal etwas zurückgeschnitten, damit sie nicht immer hängenbleiben, und erstmals ist ein gewisser Spieltrieb erkennbar, auch bei der Mama. Auch die Stimmbänder der Kleinen werden etwas kraftvoller und die Kämpfe um die vermeintlich beste Zitze nehmen zu. Da müssen wir dann jeweils etwas eingreifen, damit niemand zu kurz kommt.
Ab Mitte der dritten Woche schläft die Mama deutlich häufiger und länger, so dass wir sie manchmal etwas dazu animieren müssen, dass die ihre Jungen stillt. Gleichzeitig nimmt die Menge der Muttermilch ab, wie wir den Eindruck haben, früher als beim ersten Wurf, was uns dazu veranlasst, bereits langsam die Umstellung auf das spätere Welpenfutter vorzunehmen. Angefüttert werden sie mit gewolftem Rindfilet, was sie sehr mögen.
Ende der vierten Woche kam nun der Umzug ins grössere Gehege, die Welpis haben Bewegungsdran und wollen raus aus der Wurfkiste, die etwas grössere, weite Welt erkunden. Sie interagieren jetzt vermehrt mit uns, reagieren jetzt auch auf das, was wir tun, was sie hören und sehen.
Die drei Fellnasen wachsen und entwickeln sich schnell. In der siebten Woche ist auch schon einiges los mit Skateboard, Hängebrücke, etc.. Alles, was neu kommt wird sofort interessiert begutachtet und furchtlos ausprobiert. Die Umstellung auf das künftige Welpenfutter ist auch schon fast abgeschlossen. Noch kriegen sie es allerdings vorläufig noch als breiige Masse zubereitet, Mit Rindsfilet ist es nun vorbei.
Nun sind auch die Wunschnamen bekannt. Die beiden Buben heissen Balu und Bax ("Bäx"), das Mädchen heisst Bella Luna.
Die letzten Wochen sind angebrochen, nun verlassen uns die drei Fellnasen und ziehen zu ihren neuen Familien. Kein einfacher Moment für einen Züchter, da wird schon jedes Mal die eine und andere Träne verdrückt. Gleichzeitig freuen wir uns sehr mit den neuen Besitzern und wenn sich die Kleinen Wirbelwinde gut in ihrem neuen Zuhause einleben.
Wir wünschen allen unseren neuen Bully-Familien ganz viel Spass und Freude mit unserem B-Wurf und hoffen, dass die drei das Familienleben für viele Jahre bereichern werden!
In der mobilen Ansicht unter den letzten Bildern antippen, um mehr zu sehen.







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